Trans Labrador Highway

 *english version below*

 

 

-10° Celsius als Tagesdurchschnitt ist uns seit diesem Winter nicht mehr fremd und entsprechend optimistisch sind wir was unsere nächste Reiseetappe angeht. Wir haben uns in den Kopf gesetzt den berüchtigten Trans Labrador/Quebec Highway zu fahren. 2000Km durch die Eis und Schneewüste von Neufundland durch Zentrallabrador nach Quebec.

 

 

In Corner Brook hatten wir bis kurz vor unserer Abfahrt das Gefühl das der Winter uns langsam verlässt. Die Tage wurden länger und die Temperaturen kletterten auch gern mal gen Nullpunkt.

 

Weit gefehlt denn pünktlich zum Abfahrtstermin kündigten sich diverse Schneestürme an die sogar die Einheimischen erzittern ließen. Jeder den wir trafen riet uns etwas anderes. Warten um die Stürme auszusitzen oder schnell losfahren und vor den Stürmen die Fähre von Neufundland nach Labrador zu erwischen.

 

Wir entscheiden uns für letzteres und scheuchten unseren Yeti gen Hafen. Schon auf den ersten 300km bekamen wir einen Eindruck was Schneetreiben in diesem Teil der Erde bedeutet. Sichtweiten unter 10 Meter und ein permanentes Ratespiel ob man nun auf oder neben der Strasse fährt.

 

Wir hatten Glück. Die Fähre fuhr, auch wenn erst am nächsten Morgen.

 

Um den Hafen überhaupt erst verlassen zu können mussten wir allerdings warten bis ein Eisbrecher von der Küstenwache den Weg für uns freigemacht hatte. An diesem Morgen, beim Anblick des Packeises fragte ich mich das erste mal ob wir gut genug vorbereitet sind für diese Winterreise.

 

Die Überfahrt verlief überraschender Weise ohne Komplikationen. Nach 190KM auf dem Trans Labrador Highway ging dann aber nichts mehr. Die Strasse waren für unbestimmte Zeit wegen heftigem Schneefall und Blizzardwinden geschlossen. Was für uns bedeutete das wir in Port Hope Simpson festsaßen. Die erste Nacht im klirrend kalten Labrador,überstanden wir aber ohne Frostbrand. Alle neu verbauten Systeme wie Motorwärmer, Standheizung und Batteriewärmer funktionierten wunderbar, was meine anfänglichen Sorgen zerstreute.

 

Nach 2 Tagen hatte sich der Sturm gelegt und wir konnten weiter fahren, auch wenn die Strasse noch offiziell gesperrt war. Schwer enthusiastisch gaben wir dem Yeti die Sporen um aus dem 300 Seelen Ort Port Hope zu verschwinden denn die Gespräche mit den Einheimischen über Mensch,- und Tierkrankheiten haben nur kurzweiligen Unterhaltungswert.

 

So grau und menschenfeindlich sich Labrador zu Beginn zeigt so schöner und beeindruckender wirkt es nach dem Sturm. Ein Himmel der blauer nicht sein kann und unendlichse Eis und Schneesteppen glitzern auf beiden Seiten des Tracks..

 

Wir kommen so gut voran das wir Goose Bay links liegen lass und gleich weiter nach Churchill Falls düsen. Hier gibt es den größten Unterirdischen Wassergenerator der Welt. Im Sommer kann man den auch besichtigen aber da wir die einzigen Touristen seit Monaten sind ist der Ticketschalter wahrscheinlich nicht besetzt.

 

Die Tage bleiben schön, kalt aber sonnig. Wir machen erheblich mehr Strecke als angenommen und so haben wir den Labradorteil der Strecke schnell hinter uns gebracht und sind nun zurück in Quebec.

 

Die Berge sind hier höher als in der Tundra von Labrador und so kleben auch gern mal Schneewolken an den Hängen. Von hier aus kommen wir nur noch langsam voran da die Sicht wieder schwindet. So dauert es nicht lange bis uns die ersten Nachrichten errreichend as die Strasse schon wieder gesperrt sind, was für uns einen weiteren Wartetag an einer Tankstelle bedeutet.

 


 

 

Trans Labrador Highway

 

Meanwhile we are used to an average of -10 Celsius, so we are quiet optimistic about our upcoming road trip. We want to take the famous Trans Labrador/Trans Quebec Highway.2000km from Newfoundland through central Labrador to Quebec, through snow and ice.

 

The last few days in Corner Brook it felt a little bit like spring was coming, the days got longer and temperatures were raisng to about zero. But we were mistaken, not spring but snowstorms were approaching. Even the locals were worried. Everyone we talked to, gave different advice, wait until the blizzards are over or hurry up to reach the ferry before the storm?!

 

At some point we decided to go and rush Yeti to the harbour. Within the first 300km we got an impression about snowstorms in this part of the world. Visibility was less than 10 meters and you'd have to guess, whether you were driving on or next to the road.

 

But we were lucky, the ferry was going the next morning. Event though it needed an icebreaker from the coast guard to get us out of the harbour and quiet a few more kilometers into open waters. Seeing the ice packed sea this morning made me think and wonder if we were equipped well enough for this winter journey.

 

We had an easy crossing and a good start into Labrador. But 190km further down the Trans Labrador Highway, that was it „rien ne vas plus“. The highway was closed for an uncertain amount of time and snow. We were stuck in Port Hope Simpson. But we survived the first night in the icy cold without any frostbites. All systems were working well, oilpanheater, batterie blanket, heating system, all good and my first doubts gone.

 

Storm was over after two days and we could continue our travels. Even though the road was officially still closed. But with the sun shining bright we were enthusiastic and keen enough to leave the little township better sooner than later. All the gossip and talk about human and animal deseases were not so entertaining.

 

While the first appearance of Labrador was grey and lifeless, we were stunned now, everything was bright and beautyful. The sky over endless snow and ice could not be any more blue.

 

We cover some ground and are so enthusiastic, so we rush through Goose Bay and head on to Curchill Falls the same day. Here's the world's biggest hydrolic generator or something like that. You can visit it in summer. This time of the year we seem to be the only tourists on the road and noone is selling us a ticket for that fancy sight along the Trans Lab Highway.

 

The days stay nice and sunny in Labrador, we cover so much ground and reach the Quebec part of the route quickly.
The mountains here are higher than the tundra in Labrador, which means, the clouds get suck more easy. First the visibility and roads got bad again, than the next road closure and another day waiting on a gas station.

 

 

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