Budenzauber

Nach der letzten Nacht im Bergdorf bei Zhangbi kommt uns Pingyao wie ein chinesisches Disneyland vor. Das Unesco Kulturerbe galt laut Reiseführer als ein MUST DO wenn man durch China reist, denn der Erhalt der alten Stadt soll ein gutes Bild des „Alten Chinas“ geben.

 

Unsere Laune war ein bisschen im Keller denn durch den Zhangbi Abstecher kamen wir über eine Nebenstasse, die von Kohlefabriken und dreckigen Schornsteinen gesäumt war, nach Pingyao. China zeigte sich hier von seiner „besten“ Seite.

 

Auch wenn die alte Stadt liebevoll saniert und für Touristenströme zurecht gemacht wurde und durchaus auch sehenswert ist, konnte ich mich dem Spektakel nicht ganz hingeben.  Auch waren mir 150 Yuan Eintrittsgeld für alle Extra-Attraktionen zu viel des Guten und so entschieden Steph und ich, uns von Shang ein provinztypisches Restaurant zeigen zu lassen und uns selbst kulinarisch zu verwöhnen.

 

Außerdem hatten wir noch immer ein Problem mit unserem australischen Kocher. In Nanjing hatte ich schon eine chinesische Gasflasche kaufen müssen, weil die australische Flasche in China nicht befüllt werden konnte. Nun funktioniert aber die chinesische Flasche aufgrund von Druckunterschieden nicht mit unserem australischen LPG Kocher.
Shang war voll in seinem Element als wir später am Tag mit einer Rikscha von Gasgeschäft zu Gasgeschäft fuhren, um schließlich einen passenden Kocher für unsere Fahrzeugküche zu bekommen.

 

Am nächsten Morgen sollte es eigentlich weiter zum Wu Tai Shan gehen. Als Dr. Konny mich allerdings sah, wurde schnell entschieden noch eine Nacht in einem günstigen Gästehaus in Pingyao zu bleiben.
Die landestypische Küche war mir nicht so gut bekommen und so war ich mehr als froh darüber, meinen Schüttelfrost und meine Magenkrämpfe in einem richtigen Bett, aber vor allem in der Nähe einer richtigen Toilette auskurieren zu können.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0